| Seattle to Brussels Network |
10. Mai 2001 |
|
Open protest letter to EU Trade Commissioner Offener Brief an Handelskommissar Lamy betreffend den Dialog der Europaeischen Kommission mit der Zivilgesellschaft ueber die WTO Sehr geehrter Herr Kommissar Lamy! Wir schreiben Ihnen im Namen des Netzwerkes "Von Seattle nach Bruessel", einem paneuropaeischen Netzwerk von NGO’s, die fuer ein nachhaltiges, demokratisches und berechenbares Handelssystem, das allen nuetzt, eintreten. Unser Netzwerk umfasst Entwicklungspolitische, Umwelt-, Menschenrechts- und Bauernorganisationen, Frauenrechtsgruppen und Forschungsinstitute.Heute, am 10. Mai 2001, haben Sie verschiedene NGO- und WirtschaftsvertreterInnen zur Teilnahme an einem allgemein oeffentlichen Treffen eingeladen, um den Beginn einer neuen Runde und die sogenannte Konsultation der Zivilgesellschaft (organisiert durch die EU-Kommission) zu diskutieren. Aus diesem Anlass bringen wir unsere tiefe Besorgnis ueber diese Konsultation und die Position der EU zum Ausdruck. Z.B. scheint es so, als ob mehr als ein Jahr nach dem Scheitern der WTO-Ministerkonferenz in Seattle und trotz der Opposition gegen eine neue Runde von mehr als 1500 NGO’s aus mehr als 89 Laendern und vieler Entwicklungslaender:die EU nach wie vor sich nicht zu einer UEberpruefung der Folgen der Uruguay-Runde verpflichtet hat: dass die EU weiterhin Druck macht fuer eine umfassende neue WTO-Runde, die sich auf Investitionen und Wettbewerb konzentriert die EU-Konsultationen zielen auf die Modalitaeten fuer eine neue Runde anstatt sich in einer breiten und oeffentlichen Debatte ueber alternative und nachhaltige Formen des Handels zu engagieren;in speziellen thematischen Gruppen werden die Themen Investitionen und Wettbewerb diskutiert, die von Gruppen auf der ganzen Welt und von vielen Entwicklungslaendern als neue Bereiche der WTO zurueckgewiesen werden (eine neue plurilaterale Herangehensweise an Investitionen und Wettbewerbsrecht werden genauso wie eine Behandlung der Investitionen im Rahmen des GATS von den NGO’s abgelehnt);die Kontaktgruppe, die von der EU eingerichtet wurde, beinhaltet Wirtschaftsgruppen wie UNICE, COPA und das Europaeische Dienstleistungsforum, die fuer die Interessen grosser Konzerne und des Agrobusiness vertreten, aber gleichzeitig die Anliegen kleiner Unternehmen und Bauern ausblenden;die Kontaktgruppe ist grundsaetzlich exklusiv und intransparent angelegt. Ihre problematische Struktur ist ein Hindernis fuer eine wirklich offene, weitere und substantielle Debatte ueber die neoliberale Agenda der EU;exklusive Treffen mit Interessensverbaenden der Wirtschaft finden zusaetzlich zu den Konsultationen statt. Kurz, es scheint, dass die EU wenig Interesse an einer Revision und Berichtigung der Maengel des gegenwaertigen WTO-Regimes hat oder dass sie die Befuerchtungen vieler Kampagnegruppen und Organisationen beruecksichtigt. Aus diesen Gruenden sind viele Mitglieder von Organisationen inclusive vieler des Netzwerkes "Von Seattle nach Bruessel" der Meinung, dass eine Teilnahme an dieses Konsultationen nichts bringt und sogar kontraproduktiv ist.Unsere Mitglieder haben das Statement "WTO: Schrumpfe oder geh unter" unterzeichnet. In diesem Statement rufen wir die Regierungen auf, elf klaren Schritten nachzukommen, um die Macht und die Autoritaet der WTO zurueckzudraengen und eine nachhaltiges, sozial gerechtes und demokratisch Handelssystem zu entwickeln (siehe http//:www.citizen.org/pctrade/gattwto/shrinksink/shrinksink.htm).Wir glauben, dass die EU ihre Vorschlaege fuer eine umfassende neue Runde zurueckziehen soll. Bereits laufende Verhandlungen (betreffend Landwirtschaft, geistige Eigentumsrechte und Dienstleistungen) sind bereits jetzt genuegend kontroversiell und haben das Potential, ernste negative Folgen fuer Menschen und ihre Umwelt zu zeitigen.Wir wiederholen unseren Aufruf nach einem Stopp von weiteren Verhandlungen, die die Reichweite und die Macht der WTO ausdehnen wuerden, insbesondere was Investitionen, Wettbewerb, OEffentliches Beschaffungswesen, Handelserleichterungen, Biotechnologie und fortschreitende Zollsenkungen betrifft.Insbesondere die Bedenken der Entwicklungslaender muessen bedacht werden. Wenn nicht, koennte sich das naechste WTO-Ministertreffen in Quatar als neues Seattle erweisen.Die Kommission sollte alle Anstrengungen unternehmen, um eine bedeutsame Politik fuer ein ... nachhaltiges Handelssystem zu entwickeln. Solch eine Politik kann nur nach einer umfassenden oeffentlichen Debatte und nach einem anerkannten und oeffentlichen Dialog mit WTO-Mitgliedern und Gruppen aus allen Kontinenten ueber die Konsequenzen der Uruguay-Runde formuliert werden.Mit freundlichen Gruessen Austria Klaudia Paiha Bundessprecherin Alternative und Gruene GewerkschafterInnen (AUGE/UG) Mag. Nora Miljevic, Referentin für Lehrlinge und Jugendliche, AK Wien Hanns Moshammer, MD ÄrztInnen für eine gesunde Umwelt (ISDE Austria) Herbert Langthaler, Asylkoordination Österreich, AUSTRIA Elisabeth Baumhöfer
Austrian Mountain Farmers Associacion (Österreichische Bergbauernvereinigung) Prof.Dr.Ilse Hanak, Austrian Platform of WIDE (Women in Development Europe) Mag Alexander Kaiser Bio ERNTE Kärnten - Landesverband der Biobauern Walther Schuetz, Secretary Buendnis fuer Eine Welt /OeIE Stefan Ohmacht, Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (BAWO, Austrian Association of Service Providers for the Homeless) Annemarie Fleck, Carinthian Network against Poverty and Social Exclusion, Carinthia/Austria Matthias Reichl Press-speaker Center for Encounters and Active Non-Violence Gertrude Klaffenböck, DI, FIAN Austria Edda Pilgram-Hannesschläger, Frauenberatung, AUT/Klagenfurt DI Iris Strutzmann GLOBAL 2000 / FoE Austria_ Iris Begusch, Grüne Bildungswerkstatt Kärnten Grüne Bildungswerkstatt Tirol Heinz Pichler Bildungsexperte, Kammer für Arbeiter und Angestellte Kärnten Reinhilde Begle / Rauch Josef, Kath. Arbeitnehmer/ínnen Bewegung Vorarlberg Dr. Leo Gabriel Informationsgruppe Lateinamerika (IGLA) Univ. Prof. Dr. Emmerich Tálos Institut für Staatswissenschaft Fakultät für Wirtschaftswissenschaften und Informatik Universität Wien Gerhard Burda, Mag.rer.soc.oec., Project Manager International Development Cooperation Robert Reischer, Treasurer, International Fellowship of Reconciliation, Austrian branch Prof. Manfred Neuberger, MD Board Member Internat. Society of Environmental Medicine Univ. Vienna Helmuth Lawitz Kammerrat der AKNÖ Vors. Gew. Druck & Papier für Wien, Niederösterreich und Burgenland Mag. Hildegard Wipfel Referentin f. Entwicklungsförderung Kath. Frauenbewegung Mag. Christian Salmhofer Klimabündnis Koordinationsstelle Kärnten Mag Renate Machat, Kommunalpolitik der Arbeiterkammer Wien Hermann Klosius, Lateinamerika Anders Rev.Dr.Julius Hanak, Lutheran Church of Austria Andreas Drack, Klimaschutzkoordinator, Oö. Akademie für Umwelt und Natur Mag Sepp Wall-Strasser Bildungssekretär Österreichischer Gewerkschaftsbund Gerald Bauer, Ing., Permakultur Mag. Gerhard Kohlmaier Steuerinitiative im ÖGB Christian Schwaiger, Vorstandsmitglied im entwicklungspolitischen Verein 'Suedwind-Tirol' Maria Raith, Südwind Steiermark Ana Moreno, DI Technische Umweltschutz Graz (Austria) Wolfgang Greif Trade Union for Salaried Employees, Austria Head of International Relations Helmut Adam TransFair Österreich Mag. Jobst Bernadette, Umweltberatung Klagenfurt Elisabeth Gärtner Universität Innsbruck Franz Ofner, Universitätsdozent, Universität Klagenfurt Christoph Klatzer, VABIKU - weltumspannend arbeiten Karin Thaler Head "Verein zur Förderung der 1 Welt" Mag. Franz Schmidjell vidc-kulturen in bewegung Chriselda & Johann Kandler Weltladen Lienz Klimabündnis(Climate Aliance) Gertrude Eigelsreiter-jashari, MA, Head of Regional Office "Wind of the South" (NGDO) – Mag. Stefan Hindinger, Leiter, Wohnungslosenhilfe Mosaik Vöcklabruck Belgium Begona Inarra Africa-Europe Faith and Justice Network Stefaan Declercq Secretary General Oxfam-Solidarity Wendel Trio Advocacy Oxfam-Wereldwinkels Croatia Ivana Ivicic Zelena akcija-Green Action, Croatia Denmark Bo Normander, PhD Campaigner NOAH, FoE Denmark Morten Nielsen Chairman Southern Africa Contact Kenneth Haar SOS WTO Estonia Peep Mardiste Director Eesti Roheline Liikumine, Friends of the Earth-Estonia Finland Anastasia Laitila Vice-president Maan ystävat ry/Friends of the Earth Finland Leo Partanen Study centre´s leader Demokraattinen Sivistysliitto (Democratic culture organisation) Ville-Veikko Hirvelä, responsible for new round affairs WTO-campaign of the Finnish NGOs Ulla Klötzer, Chair Alternative to EU - Finland Europe Gerard Choplin Coordination Paysanne Européenne Erik Wesselius Corporate Europe Observatory Alexandra Wandel Trade and Sustainability Co-ordinator Friends of the Earth Europe Dr. Raoul Marc Jennar Researcher URFIG, Bruxelles-Paris-Genève France Bernard Cassen President ATTAC France Etienne VERNET ECOROPA Louis Weber Fédération syndicale unitaire (Education, recherche et culture) Meredyth Bowler-Ailloud IDS Agnès BERTRAND Institute for Relocalisation of Economy Christian Berdot Les Amis de la Terre (FoE) Georgia Nino Gujaraidze Association "Green Alternative" Lasha Chkhetia, WTO Campaigner, The Greens Movement of Georgia - FoE Georgia Germany Daniel Mittler International Campaigner BUND Michael Frein, Evangelischer Entwicklungsdienst (EED) (Church Development Service) Odette Smout, Forum Umwelt und Entwicklung Maria Mies Network Against Corporate Rule and Neoliberal Policy Dr. Hans-Christoph Bill, Weltladen-Dachverband (German Worldshop Association) Peter Fuchs Project Manager Trade & Investment, World Economy, Ecology & Development (WEED) Greece Vangelis Stoyannis President Nea Ecologia-Friends of the Earth Greece Hungary András Lukács President Levegõ Munkacsoport / Clean Air Action Group Robert Fidrich Gobalisation Program Coordinator Magyar Termeszetvedok Szovetsege (MTVSZ) - FoE Hungary István Síklaky President Összefogás a Fennmaradásért Mozgalom (ÖFEM) - Alliance for Continuance Movement Italy Laura Radiconcini Member of the Board Amici della Terra Luxembourg Mike Mathias Action Solidarité Tiers Monde Netherlands Wiert Wiertsema Policy Coordinator Both ENDS Bertram Zagema Milieudefensie Fiona Dove Director Transnational Institute Burghard Ilge, Werkgroep Globalisering Delft/Den Haag, Spain Daniel Sanchez Executive Director Amigos de la Tierra Spain María López Villalba, ATTAC ANDALUCIA Manuel Martinez-Barreiro, ATTAC GALICIA Josep Fons, ATTAC VALENCIA Luis Edo, ATTAC CATALUNYA Stefan Armborst Ecologistas en Acción Madrid Slovak Republic Jen Kalafut, Economic Program Assistant Juraj Zamkovsky, Economic Program Director Center for Environmental Public Advocacy UK Guy Hughes Head, Campaigns Team People & Planet Ronnie Hall Trade Programme Manager FOE (England, Wales and N Ireland) Clare Joy Campaigns Officer World Development Movement Chris Keene Coordinator Anti-Globalisation Network Switzerland Marianne Hochuli Berne Declaration Press contact :Gerard Choplin, European Farmers Coordination (CPE), tel: 02-217 31 12 Alexandra Wandel, Friends of the Earth Europe, tel: 0497-725341 Raoul Marc Jennar, Oxfam-Solidarité et de l'Unité de Recherche, de Formation et d'Information sur la Globalisation (URFIG), tel: 02-501 67 56.
Friends of the Earth is the largest grassroots environmental network in the world. Friends of the Earth Europe's membership consists of 31 member organisations in 30 European countries with over 3000 local groups.
|